23.Februar 2008 /OTZ
Entscheidung zur Standortfrage zu übereilt
Jusos Greiz fordern durchdachtes Handeln
Greiz (OTZ). Mehr Ehrlichkeit und durchdachtes Handeln fordern die Greizer Jusos von den Mitgliedern des Kreistages, wenn am 26. Februar 2008 die Entscheidung zum Standortwechsel der Greizer Regelschule „Gotthold Ephraim Lessing" ins jetzige Gymnasium Dr.-Scheube-Straße ansteht. Vor allem sei zu überdenken, „ob ein größeres Zeitfenster zur Prüfung von Alternativen und Offenlegung jeglicher Fakten von Seiten der Landrätin und der zuständigen Ausschüsse nicht ein sinnvolleres und durchaus auch bürgernäheres Vorgehen wäre", so die Jusos.
„Die 50 Kreistagsmitglieder sollen jetzt der Landrätin mit ihrem Votum die Befugnis erteilen, zu entscheiden, was bis heute nicht im Ansatz öffentlich bekannt ist? Finanzierung, Planung, Ablauf', fragen sich Stefan Marek vom Sprecherrat der Jusos und seine Mitstreiter.
„Der selbe Kreistag, der der Sanierung der Lessingschule vor 15 Jahren zustimmte, der erst vor kurzer Zeit eine schon beschlossene Schulhort-Sanierung stoppte, der eine Schulnetzplanung bis 2020 verabschiedet hat, die den Mitgliedern mittlerweile wohl nicht mehr aktuell zu sein scheint, dieser Kreistag soll beschließen, dass ein Schulstandortwechsel erfolgen soll, bei dem bis jetzt unklar ist, was er denn den Kreishaushalt wirklich kostet, was an Unwägbarkeiten in den einzelnen Bauphasen auf Schüler, Lehrer, Eltern und den Kreis selbst zukommen?"
Es ist unstrittig, dass die Bausubstanz des Gymnasiums in der Pohlitzer Straße, ebenso, wie des Gebäudes in der Dr.-Scheube-Straße nicht dem entspricht, was man von einer Schule im Jahr 2008 erwartet und demnach dringend eine Lösung gesucht werden muss. Gleichzeitig ist auch bekannt, dass die Lessingschule eben diese optimalen Bedingungen für die Regelschüler bietet. Eine Schule, die, das geben die Jusos zu bedenken, Platz für ca. 550 Schüler biete. Das Gymnasium habe derzeit etwas über 700 Schüler.
Man drängt auf eine schnelle Entscheidung, die hier ohne Zweifel getroffen werden muss, aber ohne vorher Tatsachen und Fakten auf den Tisch zu bringen.
Die Jusos können diese Vorgehensweise nicht als akzeptabel hinnehmen. Wie der stellvertretende Kreisvorstand Felix Preis kurz zusammenfasst: „Die Art und Weise wie dies an den meisten Bürgen vor allem an den Betroffenen- vorbei entschieden wird, ist nicht okay".
Stephan Marek, Mitglied des Sprecherrates des Ortsvereins in Greiz, fügt hinzu. „Besonders die nicht vorhandene Ehrlichkeit und Offenheit mit der Eltern, und vor allem Schüler und Lehrer sich konfrontiert sehen, lässt uns doch sehr am Demokratieverständnis hier im Kreis zweifeln.
Des Weiteren ist es fast schon ein Skandal mit welcher Gleichgültigkeit die Politik Entscheidungen zu treffen scheint, ohne grundlegende Informationen zur Verfügung zu haben."